Cévennes 2025

Es musste noch mal sein. Noch mal raus auf Reisen mit dem Motorrad und einem Zelt.
Also ab in die Cévennes im Departemend Lozère mit Zwischenstop auf dem Aire Naturelle de camping in Haut-Valromey im Departement Ain.

Dort gibt es eine Dusche 2 Toiletten und eine große Wiese, sonst nichts. In der Nähe ist noch ein Langlaufzentrum. Was ich vorher nicht wusste, nachts hatte es 0° C. Zum Glück ging ich davon aus das es etwas frisch werden würde und hatte zu meinem Daunenschlafsack noch ein Innenschlafsack dabei. So war es dann recht angenehm, wenn man nicht raus musste.

Das Zelt konnte ich am nächsten Morgen nur patsch nass einpacken, wobei am Morgen auch schon 9:00 Uhr auf der Uhr stand. Früher wäre es mir zu kalt auf dem Motorrad gewesen. Ist schon etwas Wert so eine Griffheizung am Motorrad. Wie die Bilder auch verraten, war das Wetter dafür sehr gut, bis eben auf die Temperaturen nachts.

Einen Teil der Cévennes kannte ich ja schon da ich in der Vergangenheit schon 2 mal am Tarn war. Nur war das jedes mal ohne Ambitionen auf unbefestigte Wege zu haben. Das sollte dieses mal anders sein. Wenn man schon die Möglichkeit hat, legal unbefestigte Wege zu fahren, so muss ich dies seit 2014 auch tun. Da hatte mich das unpaved road Virus zum ersten mal gepackt und lässt mich seit dem nicht mehr los.

Angenehm ist hierbei der gegenseitige Respekt, egal ob Wanderer, Fahrrad, Auto oder Motorrad, man kommt klar miteinander auf den unbefestigten Wegen.
So hatte ich einige Wandere passiert, Tempo runter und freundlich Grüßen. Alle grüßten lächelnd oder winkend zurück. Bei uns leider so nicht vorstellbar.

Ich drehte 3 mal um auf den unbefestigten Wegen. Einmal kam nach einigen Kilometern ein Zaun und eine provisorische Zauntüre auf dem Weg. Da ein unmissverständliches Schild am Zaun angebracht war, das dies Privatgrundstück sei und der Zutritt verboten wäre, respektiere ich das natürlich und drehe um. 2 mal drehte ich um da mir der Abschnitt als allein Reisender, mit einem schweren Eisenhaufen, zu extrem wurde. Beide male wäre ich weiter gefahren, wenn ich nicht alleine gewesen wäre. Ein kleiner Nachteil wenn man alleine unterwegs ist, aber ich muss nichts herausfordern. Schließlich sollen Mensch und Maschine wieder nach Hause kommen.

Ein paar Abschnitte nahm ich erst gar nicht in Angriff, da Jagd Saison war und man die Jäger mit Ihrer Bewaffnung am Straßenrand sah. Es waren Abschnitte die durch Wälder führten, die ich dann sein lies. Es wurde schon mal ein Motorradfahrer in Frankreich bei einer Jagd erschossen. Muss ja nicht sein, gibt genügend andere schöne Wege auch auf Asphalt.

Die Gegend lädt einfach ein und das nicht nur straßentechnisch, auch die Dörfer sind immer wieder schön. Ob Tarnschlucht oder die Hochebenen, die Cévennes faszinieren.

Da ich mein Zelt nass einpackte, hatte ich dann doch ein Chalet (etwas größeres Schlaffass) genommen. Ich ging davon aus das dies dann auch in den nächsten Tagen passieren würde. So trocknete ich lieber mein Zelt und packte es anschließend trocken ein.

Viele Campingplätze haben im Oktober zu, was ich persönlich sehr schade aber nachvollziehbar finde. Auf dem Platz den ich erwählt hatte, waren während meines Aufenthalts maximal 8 weitere Gäste. Fun fact: nach der 2. Nacht stellte ich fest, diese Unterkunft hat ja eine Heizung !

Der Mensch muss essen, mal mehr, mal weniger. Geschmeckt hat es immer.

Leckeres und auch außergewöhnliches Bier brauen die dort. Mit Blaubeeren und ohne zusätzlichen Zucker. Das schmeckt sehr gut.

Nach meinen täglichen Ausflügen, befestigte und unbefestigte Straßen, trat ich am 5. Tag den Rückweg auf schnellstem Weg an. Hier kam ein Moment an dem ich mein Navi loben muss, was häufig auch nicht passiert. Ich gab „Motorrad schnell“ vor und wunderte mich warum das Navi mich über Departement Straßen und nicht Nationalstraßen zur Autobahn führte. Ganz einfach, in Frankreich sind 80 Km/h auf Landstraßen vorgeschrieben. Das wird aber in vielen Departements wieder auf 90 Km/h erhöht. So war auf der Nationalstraße maximal 80 Km/h und auf der Departement Straße maximal 90 Km/h vorgegeben. Also nimmt das Navi mit aktuellen Karten die Departement Straßen.

Ich fuhr also auf der langweiligen Autobahn zurück, da ich bei 5 bis 7 Tage nicht viel Zeit hatte. Kaum in Deutschland angekommen hatte ich auf den letzten 4 Km Autobahn was ? Richtig, ein Stau und es war der einzige Stau auf der ganzen Tour die immerhin 2431 Km lang war. Ich fuhr dann zu meinen letzten Aufenthalt, einer günstigen Unterkunft in der Nähe von Freiburg, da ich den Rest der Tour am nächsten Tag durch den Schwarzwald fuhr. Da es der 3. Oktober war, fuhr ich prompt in die Falle der für Motorrad gesperrten Strecke an Sonn und Feiertagen. Da Motorräder in Deutschland diskriminiert werden, gab es keinerlei Umleitungshinweise. Man steht als nicht lokale Person plötzlich vor so einem Schild und hat erst mal keine Ahnung wo man nun weiter fahren darf. Unabhängig davon, verlagert sich das dann komprimiert auf eine andere Strecke, da nun alle den anderen Weg fahren müssen. So etwas habe ich noch in keinem Anderen Land gesehen, da in den von mir bereisten Ländern, außer Tirol, Verbote immer für alle motorgetriebenen Fahrzeuge gelten. Zusammengefasst hatte ich ein paar wundervolle Tage mit blauem Himmel, tolle Strecken und freundlichen Menschen. Nur die Nächte waren ziemlich frisch.

Hier die gefahrene Strecke. Nur die Hin- und Rückfahrt, da die Strecken für unbefestigte Wege aus anderen Quellen stammen, wie z.B. transeurotrail.org oder mdmot.com

Vollbildanzeige

Cévennes 2025 unpaved
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Cévennes 2025 paved
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Rückblick 2023

Das sich das Jahr langsam dem Ende nähert und für mich keine größere Reise mehr ansteht, hier mein Reiserückblick auf das Jahr 2023.
Ich hoffe Ihr kommt alle gesund und munter ins nächste Jahr.
Leider habe ich weniger freie Tage wie nötig wären um alle meine Reiseziele und Ideen zu verwirklichen. Aber so ist es eben, Reisen wollen auch minimalistisch finanziert werden. Viel Spass mit dem Video.

Jahresrückblick 2023 / Review 2023
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Balkan 2023 die Planung und Vorbereitung

Dieses Jahr soll es in den Balkan gehen und wenn die Zeit reicht, bis nach Albanien.
Auf die Idee kam ich letztes Jahr beim Familienurlaub auf einer griechischen Insel direkt vor Albanien. Da dachte ich mir, da warst Du auch noch nie und dort darf man noch unbefestigte Wege fahren. Bis jetzt sind es knapp 4000 Km also weniger wie letztes Jahr in Norwegen bei mehr verfügbarer Zeit. Dafür sind die Abschnitte erheblich anspruchsvoller.
Es geht durch 6 Länder, dabei quäle ich mich in Deutschland und in Österreich teilweise über die Autobahnen. Über die Straniger Alm geht es dann nach Italien weiter nach Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro bis nach Albanien.

Bei der Planung dachte ich immer an eventuelle Bären als Gefahr in Bosnien und Herzegowina aber wieder einmal ist die größte Gefahr Menschen gemacht in Form von Minen.
Wer da eine aktuelle Karte über Minenfelder benötigt, kann sie hier finden:
https://www.euforbih.org/index.php/bih-minefield-maps

Telefonieren aus nicht EU Ländern kann teuer werden.
Mal im Vertrag nachlesen was mit drin ist. Bei mir gibt es kein Bosnien & Herzegowina, Montengro oder Albanien. Nun hört man als Tip immer man solle sich seine SIM Karte im Zielland holen, da es dort sehr billig ist. Das ist auf den ersten Blick auch richtig aber was wenn es mehrere Länder sind und was wenn man nicht in eine Stadt fährt in der man auch SIM Karten bekommt. Da es bei mir 3 Länder sind und ich zunächst in keine Stadt komme, habe ich mir eine Daten SIM Karte mit 10GB Volumen, die in allen Länder gültig ist, vorab für ein paar Euro mehr wie im Ländereinzelkauf geholt. Die kann ich dann vorher schon aktivieren und bin auf der sicheren Seite. Telefoniert wird dann halt mit Signal oder Whats App. Das meiste werden aber Bilder oder Textnachrichten via Mobile Daten sein.

Vellberg Tour

Am letzten Oktober Tag nochmal raus zu einer Tagestour nach Vellberg im Landkreis Schwäbisch Hall. Wer mich kennt der weiß das es da wieder einige kleine Wege dabei hat.

Keine Sorge alle asphalitiert aber einige mit einem Fahrverbot an Sonn und Feiertagen. Und ehrlich, wer möchte seit der Pandemie solche Wege an Sonn oder Feiertagen auch fahren, wo so viele Leute immer unterwegs sind.

An Sonn und Feiertagen geht da nichts

Übrigens bin ich ja der Meinung das zu viele Wege asphaltiert sind. Lasst den Asphalt weg und die maximal Geschwindigkeit ergibt sich von alleine. Die Tour ist ca. 250 Km lang.

Da hätte ich links abbiegen müssen

Vellberg ist immer einen Besuch wert und vergesst nicht die Wehrgänge in der Mauer durch zu laufen das kostet nichts. Leider bietet der Museumsgasthof nur Abends oder Sonntags warme Speisen an.

Wer also etwas zu essen möchte und ist auch noch Montags da, kann noch auf die Pizzeria Roma oder dem Kebap Haus in Vellberg ausweichen. Die haben fast immer offen. Die Tour geht über Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis in den Schwäbisch Haller Kreis rein. Dann wieder zurück in den Ludwigsburger Kreis über den Rems-Murr-Kreis.

Außer den erwähnten kleinen Wegen gibt es natürlich auch sehr schöne kurvige Landstraßen. Im Video sind ein paar Impressionen von dem Routenverlauf zu sehen.

Wem ein paar Teilstücke der Route bekannt vorkommt, ist wahrscheinlich schon eine Route von mir gefahren die in die gleiche Richtung ging.

Herbsttour
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Hier wie üblich die Route zum Nachfahren.
Keine Gewährleistung ob die Angaben noch stimmen oder die Wege immer noch frei befahrbar sind. Mindestens 2 Strecken sind an Sonn- und Feiertagen verboten.
Jeder ist für sein tun selber verantwortlich.
Hier die Trackdatei als gpx der Tour zum herunterladen. Erstellt mit OSM Karten auf Garmin Basecamp: Vellberg Tour

Herbsttour 2022

via Hohenlohe nach Rothenburg ob der Tauber und über den schwäbischen Wald zurück.

kurzer Stop

Die Länge dieser Tour beträgt 312 km und sollte nicht an Sonn- und Feiertagen gefahren werden.
Wer meine Touren kennt, weiß das ich am liebsten schmale Wege benutze und die sind zum Teil mit eine Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen belegt.
Auf dieser Tour kommen wieder ein paar schöne schmale Wege zusammen. Alle (leider) asphaltiert aber zum Zeitpunkt der Tour erlaubt, sofern man nicht mehr wie 6 Tonnen auf die Waage bringt.

So ein prächtiger Baum musste unbedingt aufs Bild

Mit Pausen und Fotostopps sollte mit einem ganzen Tag gerechnet werden. Für einen Besuch des Kloster Schöntal, der Innenstadt von Rothenburg oder Kirchberg an der Jagst reicht ein Tag nicht mehr aus. Entweder mal diese Punkte gezielt anfahren oder eine Übernachtung einplanen. Die Gartenwirtschaft bei der Brücke über die Tauber bei Rothenburg hatte zum Zeitpunkt meiner Tour leider schon geschlossen. Der sehr schöne Taubertalweg bei Rothenburg ist mit einem Sonn- und Feiertagsfahrverbot belegt.

Noch eine kleine Pause
Taubertalweg mit Blick auf Rothenburg ob der Tauber
Herbsttour
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Hier wie üblich die Route zum Nachfahren.
Keine Gewährleistung ob die Angaben noch stimmen oder die Wege immer noch frei befahrbar sind. Mindestens 2 Strecken sind an Sonn- und Feiertagen verboten.
Jeder ist für sein tun selber verantwortlich.
Hier die Trackdatei als gpx der Tour zum herunterladen. Erstellt mit OSM Karten auf Garmin Basecamp: Herbsttour 2022